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AWOL

8. April, 19:00

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AWOL, Deb Shoval/ Karolina Waclawiak, USA 2016, 85min, dt.UT

Unerlaubtes, eigenmächtiges Entfernen vom Militär – absent without official leave kurz AWOL – so kann es Frau schon Mal gehen, wenn Frau ihr die Sinne vernebelt.

(c) Asya Danilova
Auf der Suche nach sich selbst oder zumindest einer Richtung in ihrem Leben lässt Joey (Lola Kirke) sich auf die Gedankenspiele ihrer Mutter ein, sich dem Militär zu verpflichten und dadurch später das College besuchen zu können. Bis dahin vertreibt sich Joey die Zeit in der Kleinstadt mit Musik machen und an Autos schrauben.
Auf dem Rummel trifft sie auf die deutlich ältere Reyna (Breeda Wool) und ist sofort elektrisiert von Reynas Schönheit und scheinbaren Unbekümmertheit. Intensive Blickkontakte von der ersten Begegnung an, die darin münden, dass Reyna den Eiswagen entert, in dem Joey jobbt. Es sprühen die Funken zwischen den beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Auf der einen Seite Reyna, die zweifache Mutter – wie Joey beim Erwachen nach der ersten gemeinsamen Nacht feststellt – und auf der Suche nach ein bisschen Spaß und echter Aufmerksamkeit, die sie von ihrem fast immer abwesenden Trucker-Ehemann nicht erhält. Auf der anderen Seite die offen lesbische Joey, die mittendrin steckt eine wegweisende Entscheidung für ihre Zukunft zu treffen, sich aber Hals über Kopf verliebt.

Sie geben sich hin, entfernen sich, treffen zufällig wieder aufeinander, verlieren sich in ihrer Zweisamkeit und scheinbaren Idylle, werden wachgerüttelt, lassen sich wieder einnebeln von ihren Gefühlen. Mal die Eine mehr, mal die Andere, hin- und hergerissen zwischen Anziehung und Verstand, aber immer wieder mit konträrem Timing.

So kommt es, dass ausgerechnet Reyna Joey drängt, ihr Leben nicht wegzuwerfen, sondern zum Militär zu gehen. Auf Heimaturlaub vor dem nächsten Einsatz sucht Reyna nach dem Tod ihrer Mutter Halt bei Joey, jetzt wäre sie bereit wäre zu ihren Gefühlen zu stehen und gemeinsam mit Joey aus ihrem bisherigen Leben auszubrechen und nach Kanada durchzubrennen. Was Joey zum wiederholten Mal ins Straucheln kommen lässt: Der militärischen Verpflichtung nachkommen oder unerlaubt fernbleiben?

Tolle Schauspieler reißen uns mit in diesen Strudel der Gefühle, lassen uns tief eintauchen, die Idylle aufsaugen. 2011 zunächst als Kurzfilm entstanden und preisgekrönt, begeisterte der Film unter der Regie von Deb Shoval dermaßen, dass ausschließlich über Spenden finanziert, dieser bildschöne Langflim realisiert werden konnte.

7€

Veranstaltungsort

Studio 3 Kinemathek
Kaiserpassage 6
Karlsruhe, 76133
+ Google Karte
Telefon:
(0721) 9374714
Webseite:
http://kinemathek-karlsruhe.de/

Veranstalter

Pride Pictures
Webseite:
http://pridepictures.de

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