Vom vom 31. März bis 16. April 2017 findet in Karlsruhe wieder ein lesbisches, schwules, transsexuelles, transidentes, bisexuelles, intersexuelles, asexuelles, kurz: queeres Kulturfestival statt. Übrigens das 26. seiner Art.

Warum heute noch ein queeres Kulturfestival? Der §175 ist abgeschafft, die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften schon recht weit gediehen, alles im „grünen Bereich“? – Von wegen: In weiten Teilen der Welt sind queere Menschen ihres Lebens nicht sicher, und auch in Deutschland ist die Toleranz vielfach nur aufgesetzt und trägt nicht weit. „Ich hab nichts gegen Lesben, solange meine eigene Tochter ’natürlich‘ einen Mann heiratet“, „ich hab nichts gegen Schwule beim Ballett, aber doch nicht beim KSC“… Von Akzeptanz sind wir oft noch weit entfernt.

Und warum Kultur? Warum nicht nur politische Veranstaltungen? Zum ersten ist Kultur von je her auch Vehikel zum Transport von Politik. Zum zweiten entstehen so geschützte Räume für Queers und deren Verbündete, in denen sie ihr Anderssein unter Freundinnen und Freunden ausleben können, ohne angefeindet zu werden. Und zum dritten lohnt sich die künstlerischer Beschäftigung mit queeren Menschen, weil sie eben doch „anders“ sind. Sie alle – gleich welcher sexuellen Minderheit sie angehören – haben ein Coming-Out hinter sich, haben sich selbst in Frage gestellt, haben für sich herausgefunden, dass sie anders als die anderen sind.

 

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