Queere Flüchtlinge – sicher angekommen?

Im Rahmen des Festivals queerKULTUR findet am kommenden Sonntagabend, 17.4. eine Podiumsdiskussion zur Situation schwuler, lesbischer und transsexueller Flüchtlinge statt. Es sprechen Betroffene sowie Flüchtlingshelfer/innen.

„In Vielfalt angekommen. Sicher?“ ist das Motto des diesjährigen CSD Karlsruhe und zugleich eine Art Zustandsbeschreibung der Situation queerer Flüchtlinge in Deutschland: Sie sind angekommen hier in Deutschland, in einem Land, in dem Homo- und Transsexuellen theoretisch keine Verfolgung droht. Aber dürfen sie auch bleiben? Und wie ergeht es ihnen zwischen den anderen Flüchtlingen, die oft aus ausgesprochen homophoben Kulturkreisen stammen? Wird ihr Fluchtgrund vom Dolmetscher zutreffend wiedergegeben? Wissen sie überhaupt, daß Verfolgung aufgrund der sexuellen Identität ein Asylgrund ist? Wie gehen deutsche Flüchtlingshilfsorganisationen oder deutsche Behörden mit queeren Flüchtlingen um? Welche Formen von Beratung und Hilfe gibt es für diese Zielgruppe? Wo und wie besteht Handlungsbedarf?

queerKULTUR veranstaltet zusammen mit der Queerbeet Hochschulgruppe, dem studentischen Kulturzentrum Z10 und dem Freien Radio Querfunk eine Podiumsdiskussion, die live im Radio übertragen wird (104,8MHz, diverse Kabelfrequenzen und über das Internet).

Der Veranstaltungsort, die Bar des Z10 in der Zähringerstraße 10 (Karlsruhe Oststadt, nächste Haltestelle „Durlacher Tor“), hat bereits ab 18h geöffnet. Um 20h beginnt dann die Diskussion und ihre Radioübertragung bis 22h.

Das Festival queerKULTUR findet noch bis zum 1. Mai statt und präsentiert von einem Film über den Fotografen Willy Maywald bis zum Kabarett der „Pösen Puben“, von einer Kultur-Wanderung bis zum lesbischen Liebesfilm „Carol“ einen bunten Strauß von 20 queeren Kulturveranstaltungen, dicht gepackt in der zweiten Aprilhälfte. Es ist das 25. queere Kulturfestival in Karlsruhe und sieht sich in der Nachfolge von „Schrill im April“.

Wir danken der Psychologischen Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V. und Queeramnesty für ihre Unterstützung.