Auf in die dritte Runde!

Vom 31. März bis zum 17. April findet in Karlsruhe das dritte Festival queerKULTUR statt. Über 20 Gruppen und Einrichtungen wirken zusammen, um zwei Wochen lang ein buntes Programm zu präsentieren. Filme in der Kinemathek, Comedy im Speisehaus Gurke, ein Vortrag zur „LesbenFrauenGeschichte“ der Region im Internationalen Begegnungszentrum oder ein Kulturquiz im Café PRINZs – für jede und jeden ist etwas dabei.

Besonders freuen wir uns auf die Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl – haben wir nicht längst alles erreicht? Ist es noch notwendig, vor der Stimmabgabe die Parteiprogramme nach queeren Themem zu durchforsten? Und was würde, was müßte man dann da finden? Darüber diskutieren Sylvia Kotting-Uhl MdB (B’90/Die Grünen), Dr. Stefan Kaufmann MdB (CDU), Florian Kußmann (FDP, Landesvorsitzender LiSL), Hans Dieter Straup (SPD, Landesvorsitzender SPDqueer) und Michel Brandt (Die Linke) am 2.4. ab 20h im Studentischen Kulturzentrum Z10.

Ein Novum stellt außerdem der Stadtrundgang zu Karlsruhes queerer Geschichte dar sowie die Aufführung eines selbstgedrehten Filmes der Theatergruppe „hommes fatales“ im Kulturhaus Mikado. Das vollständige Programm findet sich im Internet unter www.queerKULTUR.de.

Ein queeres Kulturfestival im April gibt es in Karlsruhe seit 1991. 23 Jahre lang gab es „Schrill im April“, seit drei Jahren setzt queerKULTUR diese Tradition fort. Die Einzelveranstaltungen werden von vielen Karlsruher queeren Gruppen sowie Kultureinrichtungen beigetragen. Das Festival möchte die spezifischen Lebensumstände queerer Menschen thematisieren und Gelegenheit zu Austausch und Miteinander für Menschen jeglicher sexueller Identität bieten.

Queere Flüchtlinge – sicher angekommen?

Im Rahmen des Festivals queerKULTUR findet am kommenden Sonntagabend, 17.4. eine Podiumsdiskussion zur Situation schwuler, lesbischer und transsexueller Flüchtlinge statt. Es sprechen Betroffene sowie Flüchtlingshelfer/innen.

„In Vielfalt angekommen. Sicher?“ ist das Motto des diesjährigen CSD Karlsruhe und zugleich eine Art Zustandsbeschreibung der Situation queerer Flüchtlinge in Deutschland: Sie sind angekommen hier in Deutschland, in einem Land, in dem Homo- und Transsexuellen theoretisch keine Verfolgung droht. Aber dürfen sie auch bleiben? Und wie ergeht es ihnen zwischen den anderen Flüchtlingen, die oft aus ausgesprochen homophoben Kulturkreisen stammen? Wird ihr Fluchtgrund vom Dolmetscher zutreffend wiedergegeben? Wissen sie überhaupt, daß Verfolgung aufgrund der sexuellen Identität ein Asylgrund ist? Wie gehen deutsche Flüchtlingshilfsorganisationen oder deutsche Behörden mit queeren Flüchtlingen um? Welche Formen von Beratung und Hilfe gibt es für diese Zielgruppe? Wo und wie besteht Handlungsbedarf?

queerKULTUR veranstaltet zusammen mit der Queerbeet Hochschulgruppe, dem studentischen Kulturzentrum Z10 und dem Freien Radio Querfunk eine Podiumsdiskussion, die live im Radio übertragen wird (104,8MHz, diverse Kabelfrequenzen und über das Internet).

Der Veranstaltungsort, die Bar des Z10 in der Zähringerstraße 10 (Karlsruhe Oststadt, nächste Haltestelle „Durlacher Tor“), hat bereits ab 18h geöffnet. Um 20h beginnt dann die Diskussion und ihre Radioübertragung bis 22h.

Das Festival queerKULTUR findet noch bis zum 1. Mai statt und präsentiert von einem Film über den Fotografen Willy Maywald bis zum Kabarett der „Pösen Puben“, von einer Kultur-Wanderung bis zum lesbischen Liebesfilm „Carol“ einen bunten Strauß von 20 queeren Kulturveranstaltungen, dicht gepackt in der zweiten Aprilhälfte. Es ist das 25. queere Kulturfestival in Karlsruhe und sieht sich in der Nachfolge von „Schrill im April“.

Wir danken der Psychologischen Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V. und Queeramnesty für ihre Unterstützung.

25 Jahre queere Kultur in Karlsruhe

Wenn am 15. April das zweite Festival „queerKULTUR“ seine Tore öffnet, dann ist dies ein bemerkenswertes Jubiläum. Denn es ist bereits das 25. lesbischwule Festival in Karlsruhe.

Als die ersten Festivals stattfanden, gab es den „Schwulenparagraphen“ §175 noch. Und heute? Warum heute noch ein queeres Kulturfestival? Isolieren sich die Homosexuellen hier nicht, statt sich zu integrieren? Ganz im Gegenteil: „Das Festival richtet sich an alle Menschen, nicht nur an Queers“, so die Macherinnen und Macher. „Lesben, Schwule, Bi-, Trans-, Inter- und Asexuelle machen eigene, für sie charakteristische Erfahrungen im Coming-Out. Die Erkenntnis, ‚anders als die anderen‘ zu sein und der oft mühsame Weg, sich das einzugestehen und zu sich selbst zu stehen, prägen. Das wollen wir zeigen und thematisieren. Außerdem sind wir noch immer weit davon entfernt, daß queere Menschen gesellschaftlich voll integriert und akzeptiert wären. In Deutschland, aber erst recht in vielen anderen Ländern der Welt. Queere Flüchtlinge haben sehr oft besonders tragische Lebensumstände, weil sie auch innerhalb der Flüchtlingsgemeinschaften keine Akzeptanz erfahren.“

Das Festival eröffnen die beiden Filme „Those People“ und „Carol“, die vom Verein „Pride Pictures“ und der Kinemathek gezeigt werden. Der Situation queerer Flüchtlinge widmet sich eine Podiumsdiskussion im studentischen Kulturzentrum Z10, die live im Querfunk übertragen wird. Das zweiwöchige Programm des Festivals „queerKULTUR“ enthält darüber hinaus ein buntes Programm mit Veranstaltungen vom Staatstheater Karlsruhe ebenso wie vom ZKM, von der AIDS-Hilfe ebenso wie vom lesbischwulen Sportverein „Uferlos“. Eine Werkstatt widmet sich der Geschichte der Lesben und Schwulen in Karlsruhe mit dem Ziel, eine thematische Stadtführung zusammenzustellen.

Das Festival geht vom 15.4. bis zum 1.5.; das vollständige Programm findet sich unter www.queerKULTUR.de.

Erfolgreich gestartet: Das neue Festival „queerKULTUR“

chorkonzert_sSamstagabend halb acht wurde es schrill im Studentenhaus: Erstmals veranstalteten die drei Chöre WEIBrations, Schrillmänner und Queerbeet-Chor ein gemeinsames Konzert. Die gut 120 Gäste bekamen drei Stunden ein buntes Potpourri aus den aktuellen Programmen der drei Chöre zu Gehör. Wer es verpasst hat: Das Konzert wird kommenden Sonntag, 3. Mai, ab 20h im Querfunk wiederholt.

podiumsdiskussion_sDiesen Sonntag hieß es „Braucht es noch Politik für die queere Bewegung?“. Im studentischen Kulturzentrum Z10 diskutierten Dr. Albert Käuflein (CDU), Michael Zeh (SPD), Joschua Konrad (Grüne), Olaf Bentlage (FDP), Sabine Zürn (Linke), Petra Stutz (Freie Wähler) und Erik Wohlfeil (Piratenpartei, KULT-Fraktion) engagiert und höchst lebendig mit den knapp 50 Anwesenden; die Veranstaltung wurde live in Karlsruhes Freiem Radio Querfunk übertragen. Der Bogen der Gespräche spannte sich von CSD-Paradiesvögeln über Geschlechterrollen bis zu schulischer Aufklärung, vom Coming-Out heute bis zur Geschichte der Homo-Demos.

In der kommenden Woche stehen Lesungen, Filmvorführungen und Theateraufführungen auf dem Programm sowie eine Party im Staatstheater Karlsruhe. Das vollständige Programm kann im Internet unter http://www.queerKULTUR.de eingesehen werden.

queerKULTUR findet dieses Jahr zum ersten Mal statt und hat sich zum Ziel gesetzt, künftig jährlich im April ein queeres Kulturfestival in Karlsruhe zu realisieren unter Einbeziehung möglichst vieler Kulturschaffender. Dieses Jahr geht das Festival noch bis einschließlich kommenden Sonntag.

Hochaufgelöste Bilder gibt es hier:  Chorkonzert, Podiumsdiskussion

Rückfragen zu den genannten Veranstaltungen und/oder zum Festival beantworte wir Ihnen gerne.

Braucht es Politik für Andersartige? – Politische Podiumsdiskussion

Am Sonntag, den 26. April diskutieren ab 20 Uhr im studentischen Kulturzentrum Z10 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Parteien unter der Moderation von Hendrik Dörr die Frage „Braucht es noch Politik für die queere Bewegung?“

In den letzten Jahren ist einiges an Gleichstellung geschehen, manche Punkte sind noch offen. Muss die Politik sich weiterhin einsetzen oder hat die queere Szene ihre Ziele erreicht?

Diskriminierung ist immer noch auf diversen Tagesordnungen. Im In- und Ausland sehen sich Menschen, deren Lebensweise von der Norm abweicht immer noch von Ausgrenzung und gesellschaftlicher Ächtung bedroht. Was kann und/oder muss die Politik tun, um die Errungenschaften der letzten Jahre nicht zu gefährden?

All diese Fragen diskutieren:
Olaf Bentlage, FDP
Albert Käuflein, CDU
Joschua Konrad, Die Grünen
Petra Stutz, Freie Wähler
Erik Wohlfeil, Piratenpartei (KULT-Fraktion)
Michael Zeh, SPD
Sabine Zürn, Die Linke

Die Diskussion wird zwischen 20 und 22 Uhr live im Querfunk übertragen (UKW, Kabel und Internet).

Das studentische Kulturzentrum Z10 befindet sich in der Zähringerstraße 10 (in der Nähe der Haltestelle „Durlacher Tor“). Es gibt dort Getränke und kleine Speisen zu studentischen Preisen, geöffnet ist an diesem Tag ab 19 Uhr.

Rührt die Werbetrommel!

Karlsruhe hat wieder ein queeres Kulturfestival – und schon nächste Woche geht es los.

Erster Höhepunkt ist das allererste gemeinsame Konzert von WEIBrations, Schrillmännern und Queerbeet-Chor am Samstag, den 25. April. Es folgt eine Woche voller Lesungen, Filme und Theateraufführungen, garniert mit einer Wanderung, einer Radtour, einem Spieleabend, einem Beratungsabend für Eltern homosexueller Kinder sowie einer politischen Diskussionsrunde, die live im Radio übertragen werden wird. Den grandiosen zweiten Höhepunkt bildet dann die Party in den Räumen des Staatstheaters Karlsruhe (Eintritt frei) am Samstag, 2. Mai ab 22h, wenn DJane Le Frik (Holla die Waldfee) uns bis in die Morgenstunden einheizen wird.

Das vollständige Programm steht hier: www.queerKULTUR.de.

Wenn Ihr wollt, daß es künftig wieder jedes Jahr ein queeres Festival in Karlsruhe gibt, dann müßt Ihr jetzt zwei Dinge tun: 1) Werben, werben, werben und 2) selbst hingehen zu möglichst vielen der Veranstaltungen. Denn vor leerem Haus spielt niemand gern. Also nimm Dir vom 24. April bis zum 3. Mai mal lieber nichts anders vor – Karlsruhe zelebriert anderthalb Wochen lang queere Kultur – sei dabei!

Schwules Theater und lesbischer Film

Das Festival „queerKULTUR“ bringt in der letzten Aprilwoche Kultur und queere Szene in Karlsruhe zusammen. Party im Staatstheater Karlsruhe, Comedy im TOLLHAUS, ein gemeinsames Konzert von WEIBrations, Schrillmännern und Queerbeet-Chor, außerdem Pride Pictures in der Kinemathek – nichts wird ausgelassen, nichts wird fehlen.

Homosexuelle gibt es überall – warum ein eigenes Kulturfestival? „Jeder, der von der gesellschaftlichen Norm abweicht, hat sich gründlich Gedanken gemacht über sich selbst, über seine Veranlagung und seinen Lebensentwurf. Es ist eine Aufgabe der Kultur, diesen Prozeß zu reflektieren und zu begleiten“, so die Organisator(inn)en. „Außerdem gibt es uns zwar überall, aber sichtbar sind wir oft nicht. Homosexualität wird abstrakt toleriert, aber wenn sie zu nahe kommt ist es vorbei. Die eigene Tochter eine Lesbe? Undenkbar. Der Lieblingsfußballer schwul? Nicht vorstellbar. Schon händchenhaltende Männer in der Kaiserstraße wirken anstößig und ernten mindestens dumme Sprüche. Dagegen soll unser Festival ein Zeichen setzen: Uns gibt es. Wir sind sichtbar. Und wir sind ganz sicher keine Bedrohung für das Abend- oder Morgenland.“

Das Festival „queerKULTUR“ findet 2015 zum ersten Mal statt. Vom 24. April bis zum 3. Mai thematisieren verschiedene kulturelle Einrichtungen und Gruppen in Karlsruhe Homosexualität. Das wachsende Programm ist tagesaktuell unter http://www.queerkultur.de einsehbar.